Typische Geräte und Anlagen
| Gerät oder Anlage | Art | Prüfrhythmus (Richtwert) |
|---|---|---|
| Küche: Herd, Spülmaschine, Kühlgeräte, Kleingeräte | Ortsveränderlich | 6 bis 12 Monate |
| Waschmaschine und Trockner im Hauswirtschaftsraum | Ortsveränderlich | 6 bis 12 Monate |
| CD-Player, Beamer, Laptops, Ladewagen für Tablets | Ortsveränderlich | 6 bis 12 Monate |
| Werkraum: Brennofen, Handwerkzeuge, Staubsauger | Ortsveränderlich | 6 bis 12 Monate |
| Verlängerungen, Mehrfachsteckdosen, Kabeltrommeln | Ortsveränderlich | 6 Monate |
| Beleuchtung, Steckdosen, Verteilung | Ortsfest | 4 Jahre |
| Außenanlagen: Spielplatzbeleuchtung, Außensteckdosen | Ortsfest | 4 Jahre, RCD-Prüftaste 6 Monate |
Die Richtwerte folgen DGUV Vorschrift 3 und BetrSichV. Die Frist im Einzelfall ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Trägers. Eine Übersicht bietet der Beitrag DGUV V3 Prüffristen.
Besonderheiten in Kita und Schule
- Aufsichtspflicht: Während der Prüfung dürfen keine offenen Verteiler oder losen Geräte für Kinder erreichbar sein. Deshalb prüfen wir außerhalb der Betreuungszeit: nach Schluss, an Schließtagen oder in den Ferien.
- Steckdosensicherungen: Kinderschutz an Steckdosen ist Standard, wird aber oft nachträglich als Einsatz montiert. Wir prüfen, ob Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz vorhanden sind und ob die Sicherungen die Kontakte nicht beschädigen.
- Feuchte und Außenbereiche: Wickelräume, Waschräume und Außensteckdosen am Spielplatz unterliegen höherer Beanspruchung. Hier wird der Fehlerstromschutz besonders geprüft.
- Werkraum und Küche: Brennöfen und Küchengeräte haben hohe Leistungen und hohe Beanspruchung, sie werden im Regelfall im kürzeren Intervall geprüft.
Ablauf außerhalb der Betreuungszeit
Wir stimmen mit der Leitung einen Termin ab, an dem keine Kinder im Haus sind. Die Geräte werden raumweise erfasst, gemessen, mit Plakette versehen und in einer Geräteliste geführt. Die Anlagenprüfung mit kurzen Abschaltungen erfolgt im selben Termin oder an einem Schließtag, je nach Größe der Einrichtung. Bei Schulen mit mehreren Gebäuden teilen wir die Prüfung auf mehrere Termine auf. Das Vorgehen entspricht der DGUV V3 Prüfung in Oberhausen.
Was Träger und Leitung vorbereiten sollten
- Termin ohne Betreuung, Schlüssel und Ansprechpartner vor Ort.
- Zugang zu Verteilung, Hausanschluss und Außenbereichen.
- Vorhandene Geräteliste oder Inventar, frühere Protokolle.
- Hinweis auf private Geräte des Personals, die im Haus genutzt werden, sie gehören mit in die Prüfung.
Dokumentation für Träger und Unfallkasse
Schulen und viele Kitas sind bei der Unfallkasse NRW versichert, freie Träger bei der zuständigen Berufsgenossenschaft. Beide erwarten bei Rückfragen oder nach einem Unfall den Nachweis der Prüfung. Sie erhalten ein Protokoll je Gerät mit Ergebnis und Mängeln, das Anlagenprotokoll nach DIN VDE 0105-100 sowie eine Mängelliste mit Priorität, die der Träger direkt für die Beauftragung nutzen kann.
So läuft es mit Rittmann Technikservice
Bastian Rittmann prüft selbst und ist während des Termins der einzige Fremde im Haus. Sie erhalten ein Protokoll je Gerät, einen Festpreis nach Zählung, Termine außerhalb der Betreuungszeit und eine Erinnerung vor Ablauf der Prüffrist, Anfahrt in Oberhausen inklusive. Jetzt anfragen.
Häufige Fragen
Muss eine Kita die DGUV V3 Prüfung machen?
Ja. Der Träger ist Unternehmer mit Beschäftigten und damit verpflichtet, elektrische Betriebsmittel und Anlagen nach DGUV Vorschrift 3 prüfen zu lassen. Das gilt für kommunale, kirchliche und freie Träger gleichermaßen.
Kann die Prüfung während der Öffnungszeit stattfinden?
Wir raten davon ab. Offene Verteiler und lose Geräte gefährden Kinder und binden Personal für die Aufsicht. Prüfungen nach Schluss, an Schließtagen oder in den Ferien sind sicherer und schneller.
Werden Steckdosensicherungen mitgeprüft?
Ja. Wir prüfen, ob Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz vorhanden sind und ob nachträglich eingesetzte Sicherungen die Kontakte nicht beschädigen. Auffälligkeiten stehen im Protokoll.
Gehören private Geräte des Personals zur Prüfung?
Ja, sobald sie in der Einrichtung genutzt werden. Wasserkocher, Radios oder Ladegeräte aus dem Privatbesitz sind Betriebsmittel im Sinne der DGUV Vorschrift 3 und werden mit erfasst.
Wie wird bei einer Schule mit mehreren Gebäuden abgerechnet?
Je Gerät gestaffelt nach Gesamtstückzahl, die Anlagenprüfung nach Umfang je Gebäude. Nach einer Zählung nennen wir einen Festpreis für die gesamte Einrichtung.
Stand: 2026-09-09. Fachliche Angaben nach den genannten Vorschriften und Normen, ohne Gewähr; maßgeblich ist die jeweils gültige Fassung und Ihre Gefährdungsbeurteilung.
